KI-Begriffe, einfach erklärt
Die halbe KI-Branche redet so, dass niemand nachfragt. Hier stehen die Begriffe, die Ihnen dauernd begegnen — in normalen Sätzen.
Die Grundbegriffe
KI (künstliche Intelligenz) ist der Oberbegriff für Software, die Aufgaben übernimmt, für die man früher einen Menschen gebraucht hat — Texte verstehen, Bilder erkennen, Entscheidungen vorbereiten.
LLM steht für Large Language Model, auf Deutsch etwa „großes Sprachmodell“. Das ist die Technik hinter ChatGPT und ähnlichen Diensten. Sie hat unglaublich viel Text gelesen und kann deshalb selbst welchen schreiben, zusammenfassen oder beantworten.
Ein eigenes LLM heißt: Sie nutzen so ein Sprachmodell in einer eigenen, abgeschotteten Umgebung, statt es mit allen anderen zu teilen. Ihre Daten bleiben dabei bei Ihnen.
Prompt ist einfach die Aufgabe, die Sie der KI stellen — das, was Sie eintippen. Ein guter Prompt ist so genau wie eine Arbeitsanweisung an einen neuen Mitarbeiter.
Wenn KI mit Ihren Daten arbeitet
RAG klingt kryptisch und heißt nur: Die KI schaut vor dem Antworten in Ihre eigenen Unterlagen. Sie zieht sich die passende Stelle heraus und antwortet damit — statt aus allgemeinem Wissen. Deshalb kennt sie Ihre Preise und Ihre Verträge.
Schnittstelle ist die Verbindung zwischen zwei Programmen. Damit die KI in Ihre Kundendatei schauen kann, braucht es eine solche Verbindung — die meisten gängigen Programme haben eine.
Token sind die Bausteine, in die ein Text zerlegt wird, bevor die KI ihn verarbeitet. Interessiert Sie nur an einer Stelle: Danach wird oft abgerechnet.
Wenn KI selbst tätig wird
Automatisierung heißt, dass ein Ablauf ohne Ihr Zutun startet und durchläuft. Eine Mail kommt rein, die Antwort geht raus, der Termin steht im Kalender.
KI-Agent ist eine Automatisierung, die zusätzlich selbst entscheidet, welcher Schritt als Nächstes dran ist. Nützlich — aber genau deshalb gehört bei Kundendaten eine feste Empfängerliste dazu, damit nichts an falsche Adressen geht.
Workflow ist nur ein anderes Wort für Arbeitsablauf. Wenn jemand das sagt, meint er die Reihenfolge, in der die Schritte passieren.
Die rechtlichen Begriffe
EU AI Act ist die europäische KI-Verordnung, in Kraft seit Februar 2025. Für kleine Betriebe zählt vor allem Artikel 4: Ihre Mitarbeitenden müssen wissen, was sie tun, wenn sie KI beruflich nutzen.
DSGVO ist die Datenschutzgrundverordnung. Sie regelt, was mit personenbezogenen Daten passieren darf — und personenbezogen ist schon ein Kundenname.
Auftragsverarbeitung bedeutet, dass ein Dienstleister Daten in Ihrem Auftrag verarbeitet. Wenn Ihre KI bei einem Anbieter läuft, brauchen Sie dafür einen Vertrag — seriöse Anbieter stellen ihn bereit.
Häufige Fragen
Muss ich die KI-Fachbegriffe als Unternehmer kennen?Nein. Sie sollen sie nur wiedererkennen, wenn jemand sie benutzt — damit niemand Ihnen mit Fachwörtern etwas verkaufen kann, das Sie nicht brauchen.
Was ist der Unterschied zwischen ChatGPT und künstlicher Intelligenz?ChatGPT ist ein Produkt, KI der Oberbegriff. Ungefähr so wie Tempo und Papiertaschentuch.
Welcher KI-Begriff fehlt Ihnen in dieser Übersicht?Dann rufen Sie an oder schreiben Sie mir — ich erkläre ihn Ihnen und nehme ihn hier mit auf.
Reden wir kurz drüber.
Danach wissen Sie, ob sich das bei Ihnen lohnt. Und wenn nicht, sage ich Ihnen das auch.
Kein Formular, keine Terminsoftware. Schreiben Sie mir eine Mail oder rufen Sie an wir machen einen Termin aus, der Ihnen passt.

